Moderne Verwaltung

Eine Stadtverwaltung ist für ihre Bürger da.

Doch seien es Bauanfragen, Ausweise oder einfach nur Rückfragen zu einem Verwaltungsschreiben – Behördengänge aller Art wünschen wir uns heute einfacher, schneller und digitaler. Das ist machbar mit gut qualifizierten Mitarbeitern auf der einen, schlanken Arbeitsprozessen und intelligenten IT-Systemen auf der anderen Seite. Praktisch bedeutet das: Gewohnte Dienstleistungen bleiben bestehen, immer mehr digitale Services kommen hinzu – und jeder kann frei wählen, welche er nutzen möchte.

So sehr die Corona-Krise unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben in Bergisch Gladbach auf den Kopf gestellt haben mag – der Digitalisierung in der Stadtverwaltung hat sie einen unverhofften Schub gegeben. Videokonferenzen sind selbstverständlich, das Arbeiten im Homeoffice ist für viele Realität. Diesen Schwung möchte ich nutzen, um aus den Abteilungen heraus Verwaltungsabläufe Schritt für Schritt zu analysieren, zu optimieren und soweit wie möglich zu digitalisieren.

Die so freiwerdenden personellen Ressourcen sollen den Bürgern in Form von mehr Beratungszeit zugute- kommen. Mein Prinzip: so viel direkte Kommunikation und Automation im Hintergrund wie möglich.

Ich brenne für die Vorstellung von einem Stadthaus, in dem ich meinen Termin vorab online oder telefonisch vereinbaren kann, in dem Bürger als Kunden empfangen werden und bei einem Kaffee auf ihren Ansprechpartner warten, um dann ihr Anliegen vis-à-vis zu besprechen. Da will ich hin, weil ich weiß, dass es alle voranbringen wird – unsere Verwaltung und unsere Stadt.


  1. Gemeinsam mit Fachleuten aus der Verwaltung werde ich in stark frequentierten Verwaltungsabteilungen, wie z.B. dem Bürgerbüro, die Onlineangebote ausbauen. Ein zentrales Online-Portal soll alle Dienstleistungen orts- und zeitunabhängig zur Verfügung stellen. So viel wie möglich muss auch digital oder per Videokonferenz machbar sein. Die Zusendung von fertigen Ausweisen erfolgt auf Wunsch automatisch.
  2. In unseren Bürgerbüros werde ich für kürzere Wartezeiten sorgen, da man bequem online oder telefonisch Termine vereinbaren kann.
  3. Mit Videokonferenzsystemen wird es möglich sein, Bürgerberatungen auch ohne persönliche Vorsprache durchzuführen. Das geht schneller und ist komfortabler für beide Seiten. Schöner Nebeneffekt: Kosten für Fahrten zwischen den Verwaltungsgebäuden werden vermieden, und die Umwelt wird entlastet.
  4. Elektronische Akten sollen das Arbeiten für die Mitarbeiter in der Verwaltung einfacher, unkomplizierter und flexibler machen. Wenn wir so arbeiten, schaffen wir nachhaltig Kapazitäten für beratende und koordinierende Verwaltungsstellen.
  5. Bürgerbeteiligung digital erleichtert allen Bergisch Gladbachern den Zugang zum politischen Geschehen via Smartphone. Ich setze mich dafür ein, dass eine entsprechende App zur Verfügung gestellt wird, damit Bürger zeitnah über politische Vor-Ort-Entscheidungen informiert werden, Hintergründe erfahren und Ideen und Mängel äußern können. Auch Abstimmungen über konkrete Projekte sollen möglich sein.
  6. Das neue Stadthaus wird ein Ort der Kommunikation werden – für Bürger und Mitarbeiter. Besonderen Wert lege ich dabei auf eine zukunftsfähige IT-Infrastruktur, die modernes und digitales Arbeiten ermöglicht und Flächen bestmöglich nutzt. So können z. B. Konferenzbereiche sowohl von der Verwaltung als auch von den Vereinen und der Kultur gebucht werden können.
  7. Die neue Stadtbücherei als nichtkommerzieller Ort des gemeinsamen Lernens, der Begegnung außerhalb kommerzieller Zwänge, der Bildung, des Lesens für Jung und Alt und der Wissensvermittlung wird attraktiver Anziehungspunkt für uns alle.
  8. Arbeiten 4.0 von unterwegs, aus dem Homeoffice – in unserer Verwaltung sind es derzeit 400 von 1.000 Mitarbeitern - oder aus dem Büro. Arbeitsweisen werden flexibler und ortsunabhängiger; das Familienleben lässt sich so mit zwei arbeitenden Elternteilen viel besser organisieren. Ich will diesen wichtigen Faktor nutzen, um noch mehr gut qualifizierte Mitarbeiter für unsere Stadt zu finden.
  9. Up-to-date bleiben muss man in unseren schnellen Zeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ich setze mich dafür ein, dass die Stadtverwaltung im Bereich technische Innovationen, moderne Arbeitsweisen und interner Wissenstransfer die Nase vorn hat und sie auch dort behält.
  10. Employer Branding bedeutet, die Stadtverwaltung zur attraktiven Arbeitgebermarke zu machen. 160 von 1.300 Stellen sind nicht besetzt. In 5 Jahren verlassen 200 Mitarbeiter altersbedingt die Verwaltung. Mit der Aussicht auf ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld in einem neuen Gebäude, das zudem alle digitalen Voraussetzungen für transparentes und flexibles Arbeiten bietet, werden wir gute neue Mitarbeiter gewinnen.