Smart City

Tempo aufnehmen in Richtung Smart City

Während des Lockdowns in der Corona-Krise haben digitale Technologien weite Teile unseres gesellschaftlichen Lebens und der Wirtschaft am Laufen gehalten. Online Bestell- und Lieferservices sowie Nachbarschaftshilfen, Videokonferenzen und Home Schooling sind mittlerweile selbstverständlicher geworden.

Doch: Smart City (frei übersetzt „die kluge Stadt“) geht weit darüber hinaus. Innovative und digitale Technologien sollen so eingesetzt werden, dass sie unser Leben einfacher, besser, leistungsfähiger und sozialer machen. Praktische Beispiele sind intelligente, vernetzte Ampel- und Mobilitätsleitsysteme, die den Verkehr fließen lassen und auch mobile Alternativen zum Auto aufzeigen. Gemeint sind auch Behördengänge online, die zeitsparend von zu Hause erledigt werden können oder der Internetzugang für alle über freies WLAN an öffentlichen Plätzen. Nicht zu vergessen ein leistungsfähiges Internet in Privathaushalten, damit alle Familienmitglieder gleichzeitig im Netz sein können – zum Arbeiten, Shoppen, Streamen, Zoomen, Chatten, „digital schooling“ ...

Wo stehen wir im Moment? Der Bitkom Smart-City-Index* führt Bergisch Gladbach auf Platz 80 von 81 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Es wird also höchste Zeit, dass wir auf die Überholspur wechseln. Wenn ich Bürgermeister bin, mache ich Smart City zur Chefsache.

  1. Ich nehme mir den Smart-City-Index vor und werde Tempo machen bei der intelligenten Vernetzung unserer Stadt.
  2. Bis Ende 2022 soll die Stadt über 500 Dienstleistungen digital anbieten. So sieht es das neue Onlinezugangsgesetz vor. Diese Vorgabe spornt mich an. Denn damit erreichen wir beides: Mehr Effizienz nach innen und mehr Bürgernähe nach außen.
  3. Verkehrsflüsse will ich verbessern – durch ein innovatives und zentral gesteuertes „lernendes“ Mobilitätssystem. Vom neuen dynamischen Parkleitsystem in Bensberg erwarte ich eine Veringerung des Parksuchverkehrs und die optimale Verteilung der Verkehrsteilnehmer auf Alternativen wie Bus und Bahn. 
  4. Eine flächendeckende Breitbandversorgung ist mein Ziel. Zudem will ich versuchen, die private Breitbandanbindung mit Zuschüssen für Bürgerinnen und Bürger zu beschleunigen.
  5. Ich unterstütze alle Maßnahmen, die den Ausbau des Mobilfunknetzes in unserer Stadt forcieren. Ich stehe für 5G an jeder Milchkanne.
  6. Ein einfacher Zugang zum Internet ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb will ich freies WLAN im öffentlichen Raum in Bergisch Gladbach ermöglichen.
  7. Zur Stärkung der lokalen Wirtschaft will ich den Handel, die Gastronomie und die Immobilienstandortgemeinschaften unterstützen. Gemeinsame digitale Projekte werden dabei helfen, unsere Zentren als gesellschaftliche Treffpunkte und Handelsorte zu erhalten und auszubauen.
  8. Die Gründerszene liegt mir am Herzen: Für Co-Worker und innovative Start-ups will ich bessere Bedingungen in unserer Stadt schaffen. Für eine leistungsstarke digitale Infrastruktur sowie bezahlbare Gewerbeflächen und weniger Bürokratie setze ich mich mit Nachdruck ein.
  9. Die Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung werde ich verbessern. Bestehende Apps wie „Little Bird“ oder „Tellme“ gilt es zu optimieren. Mit der Entwicklung neuer Apps, wie z.B. einer „GL-City App“ werde ich interaktive Bürgerbeteiligung voranbringen.
  10. Digitalisierung ist nicht das Thema einer einzelnen Partei oder Verwaltungsabteilung. Als Bürgermeister werde ich daher einen „Digitalrat“ ins Leben rufen, der das Thema mit Blick auf die gesamte Stadt und unter Hinzuziehung externer Kompetenz und der lokalen Wirtschaft weiterbringt.

* Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)hat einen Index aufgelegt, der den Digitalisierungsstand der deutschen Großstädte abbildet.