Stadtentwicklung

Wachstum mit Augenmaß

Offensichtlich liegt „metropolnahes Wohnen und Arbeiten im Grünen“ im Trend, denn immer mehr Menschen zieht es nach Bergisch Gladbach. Ein Kompliment für unsere Stadt, aber auch eine Herausforderung hinsichtlich der Steuerung der künftigen Entwicklung.

Ich finde es richtig, dass wir uns – entsprechend des neuen Flächennutzungsplans – für ein Wachstum mit Augenmaß entschieden haben. Damit erhalten und entwickeln wir das, was unsere Stadt liebenswert macht: die Vielfalt der Stadtteile, ein breites Freizeit-, Kultur und Naturangebot kombiniert mit den Vorzügen einer funktionierenden städtischen Infrastruktur sowie den umliegenden Großstädten in Reichweite. Unter dieser Prämisse entstehen zurzeit fast 400 neue Wohnungen im Norden und Westen der Stadt. Die neue Schlossgalerie und bald neu gestaltete Schloßstraße mit ihren Zuwegungen sowie der Errichtung eines dynamischen Parkleitsystems werden den Bensberger Handel beflügeln und die Aufenthaltsqualität des Stadtteils deutlich erhöhen.

Für die Ansiedlung junger Menschen ich den ländlicheren Bereichen unserer Stadt will ich ein „Einheimischenmodell“ auflegen, über das Bergisch Gladbacher unter bestimmten Voraussetzungen Bauland bevorzugt erwerben können. Zur Stärkung der Wirtschaft werde ich außerdem die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets entlang der A4 in Mitteleschbach prüfen. Chefsache wird es sein, die Entwicklung einer neuen Stadtmitte auf dem 38 ha großen Zanders-Areal zur Erfolgsstory für ein noch lebenswerteres Bergisch Gladbach zu machen.


  1. Zusammen mit Experten werde ich ein „Einheimischenmodell“ entwickeln, um jungen Menschen den Erwerb eines Eigenheims in Bergisch Gladbach zu ermöglichen. Wer bestimmte Kriterien bezüglich Ortsgebundenheit erfüllt, soll künftig bevorzugt Bauland in Bergisch Gladbach kaufen können.
  2. Mit einem guten Mix aus „grün und grau“ werde ich im Innenraum die Bebauung vorantreiben, um den Wohnungsmarkt weiter zu entlasten. Wo baurechtlich möglich und städtebaulich sinnvoll, will ich Verdichtungsbestrebungen mit Bebauungsplänen entgegentreten.
  3. Junge Familien ziehen nur aufs Land, wenn verkehrliche Anbindung sowie digitale und soziale Infrastruktur gegeben sind. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen setze ich mich daher im Rahmen des Baulandmanagements für die Entwicklung großer Flächen ein.
  4. Für ein neues Gewerbegebiet in Mitteleschbach entlang der A4 werde ich einen Prüfauftrag erteilen, um Bergisch Gladbach auch als Wirtschaftsstandort mit wohnortnahen Arbeitsplätzen weiter zu entwickeln.
  5. Bürgerbeteiligung ist mir wichtig. Die Erfahrungen aus dem integrierten Handlungskonzept Bensberg und dem Flächennutzungsplan haben aber gezeigt, dass sie noch transparenter und konstruktiver werden kann. Ich setze mich deshalb für neue Formate ein, bei denen Bürger zum Beispiel direkt über konkrete Projektalternativen abstimmen können.
  6. Nach dem Kauf des Zanders-Areals haben wir die historische Möglichkeit, auf einem 38 ha großen Grundstück Stadtmitte neu zu denken und zu gestalten. Natürlich gilt für die CDU, dass die Papierproduktion mit der Sicherung von fast 400 Arbeitsplätzen weiterhin Priorität hat. Aber ich habe die Vorstellungskraft und den langen Atem, dieses Projekt zum Erfolg zu führen.
  7. In Alt-Refrath entsteht zurzeit ein neues Mehrgenerationenhaus. Wo möglich, unterstütze ich diese modernen Wohnkonzepte in unserer Stadt.
  8. Mit seiner anspruchsvollen Architektur wird das neue Stadthaus am S-Bahnhof identitätsstiftend für Bergisch Gladbach sein. Zudem bietet es flexible Raumkonzepte für moderne Arbeitsweisen einerseits und mehr Bürgernähe andererseits. Dafür setze ich mich ein, aber auch nachdrücklich dafür, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.
  9. Das Grundstück, auf dem jetzt noch das alte Stadthaus steht, bietet die Chance, das südliche Stadtentrée z.B. mit einem Kino städtebaulich aufzuwerten. Die Einbeziehung der Villa Zanders und des umliegendes Parks ist mir dabei besonders wichtig. Dieses Thema werde ich weiter voranbringen.