Klimaschutz

Lokaler Natur- und Klimaschutz für unsere grüne Stadt

Wer in diesen Tagen mit wachen Augen Spaziergänge oder Radtouren durch unsere Region unternimmt, den können auch Vogelgezwitscher und frühlingsgrüne Bäume nicht über eine Tatsache hinwegtäuschen: Stürme und zwei aufeinanderfolgende Trockensommer haben deutliche Spuren in unserer Stadt hinterlassen. Auch den Bäumen und Grünanlagen in unseren Zentren und Stadtteilen macht die Dürre zu schaffen.

Keine Frage, der Klimawandel ist hier. Feststeht aber auch, dass Bergisch Gladbachs Einfluss auf die Klimapolitik überschaubar ist. Unser konkreter Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung muss also vielmehr darin bestehen, die Natur zu schützen, die uns umgibt. Die beste lokale Versicherung gegen den Klimawandel sind intakte Ökosysteme, die den Wandel abmildern und regionale Vielfalt erhalten. Mehr denn je brauchen wir deshalb heute eine nachhaltige Umweltpolitik, die ökologisch, wirtschaftlich und sozial vernünftig ist.

Private Patenschaften für neue Bäume, blühende statt steinerner Vorgärten, intelligente Aufforstung in Zusammenarbeit mit Waldbesitzern und Forstämtern und mehr Blühstreifen im gesamten Stadtgebiet. Es gibt viel zu tun. Schritt für Schritt. Als Bürgermeister werde ich aus der Verwaltung heraus Projekte anschieben, aber auch private Initiativen fördern. Dabei setze ich auf Ihre Unterstützung. Denn ich bin sicher, dass auch Sie wollen, dass Bergisch Gladbach die Stadt bleibt, in der „metropolnahes Wohnen und Arbeiten im Grünen“ auf einzigartige Weise möglich ist.


  1. Wiederaufforstung: Ich setze mich dafür ein, dass Waldbesitzer durch Förderprogramme bei der nachhaltigen Aufforstung, d.h. unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen, unterstützt werden. Ein Budget in Höhe von 200.000 Euro sowie eine zusätzliche Försterstelle wurden von der CDU bereits Ende 2019 beantragt.
  2. Bürgerobst und Blühwiesen: Der Allgemeinheit zur Verfügung stehende Obstwiesen waren ein traditioneller Baustein bergischer Siedlungsstrukturen. Städtische Flächen und Ökoausgleichsflächen möchte ich für diese Idee nutzen. Und, wo immer möglich, sollen Blühwiesen entstehen, um dem Insekten- und Bienenschwund entgegenzuwirken.
  3. Alle städtischen Straßenbäume, die durch die Trockenschäden bereits abgestorben sind oder starke Schädigungen aufweisen, werden durch neue, dürrebeständigere Baumarten ersetzt. Private Baumspenden- und -patenschaften können im Grünflächenamt registriert werden. Die vorhandenen Alleen werden gepflegt und ergänzt.
  4. Stein-Vorgärten drängen die für unser Öko-System lebenswichtigen Bienen und Insekten zurück. Ich werde effektive Anreize für Blumenwiesen, grüne Vorgärten, Dach- und Fassadenbegrünung schaffen, wie z.B. mit dem Vorgarten-Wettbewerb „Pflanzen statt Schotter“.
  5. Vorbildcharakter: Städtische Gebäude, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen gehören auf den Prüfstand. Es geht darum, die Umgebungen sinnvoll und kreativ zu begrünen, z.B. die Umwandlung von Asphalt-Pausenhöfen in Schulgärten oder Dachbegrünungen.
  6. CO2-Reduktion: Ich befürworte es mit Nachdruck, dass die Bus-Flotte des Rheinisch-Bergischen-Kreises vollständig auf Wasserstoffantriebe umgerüstet wird. Auch die städtischen Fahrzeuge müssen Zug um Zug mit umweltschonenden Antrieben fahren.
  7. Ich bin überzeugt, dass in Digitalisierung und smarten Lösungen ein großes Potential zur Emissionsvermeidung liegt – durch die Vermeidung von Verkehr, die Optimierung von Produktionsprozessen und neuen Freizeitmöglichkeiten.
  8. „Stadtgrün“ heißt die Abteilung in der Stadtverwaltung, die sich um die Grünflächen der Stadt kümmert. Bereits Ende 2019 hat die CDU beantragt, Aufgabenbereiche und Anforderungsprofile neu zu definieren, um den komplexen Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Als Bürgermeister kümmere ich mich um die Umsetzung.
  9. Akzeptanz ist der Schlüssel für gelebten Naturschutz. Daher setze ich mich dafür ein, Natur nicht nur zu schützen, sondern auch durch naturverträgliche Freizeitmöglichkeiten (wandern, Rad fahren, reiten, klettern, …) erlebbar zu erhalten. Gerade die Corona-Zeit hat gezeigt, wie wertvoll solche Möglichkeiten sind!